Über aqua sustainament


Think Tank für nachhaltiges Wirtschaften in der Wasserversorgungswirtschaft


Die Beschäftigung mit dem Element Wasser basiert auf Entdecken und Lernen und erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit allen Facetten. Neben ethischen, kulturellen, naturwissenschaftlichen und nachhaltigkeitswissenschaftlichen Fragestellungen zur Ressource Wasser besitzen hier insbesondere Prozesse der Trinkwasserbereitstellung eine hohe Relevanz. Wie gelingt es den Wasserversorgungsunternehmen, die wertvollste Ressource nachhaltig bereitzustellen und hierdurch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im Nachhaltigkeitskontext gerecht zu werden?

Organisationales nachhaltiges Lernen von Unternehmen der Wasserwirtschaft aus unterschiedlichen Perspektiven


Die erfolgreiche und nachhaltige Gestaltung bestehender oder alternativer Wassersysteme erfordert die Bewältigung von Querschnittsaufgaben zwischen Siedlungsdynamik, Landnutzung und regionaler, räumlicher Einbettung. Damit einher geht eine Erweiterung des Ressourcenmanagements hin zu nachfrageorientierten Ansätzen, die diese Dynamiken aufnehmen. Dem Wasser kommt dabei über die unterschiedlichen gesellschaftlichen Nutzungsanforderungen eine zentrale, vermittelnde Rolle im Sinne einer nachhaltigen Umweltplanung zu.


Eine verantwortliche und nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser stellt vor dem Hintergrund ökonomischer und demografischer Veränderungen eine große gesellschaftliche Herausforderung dar (Donner 2005). Die Wasserversorgung weist die Merkmale eines natürlichen Monopols auf (Ewers et al. 2001, 37 ff.; Wackerbauer 2008, 3): Aufgrund von Größen- und Dichtevorteilen und subadditiver Kostenfunktionen kann ein Unternehmen einen Markt kostengünstiger versorgen als jede größere Zahl von Unternehmen (Scheele 2006, 12). Im Zuge der Liberalisierung und Privatisierung von Netzindustrien werden die technisch- ökonomischen Strukturen differenziert betrachtet (Teichert 2000; UBA 2000, 2001; Ewers et al. 2001; Niehues 2001). 
Darüber hinaus ist die Wasserbranche durch unterschiedliche Strukturen der Unternehmen gekennzeichnet: So gibt es einerseits reine Versorgungs- und andererseits Mehrspartenunternehmen bzw. Stadtwerke. Es existieren privatwirtschaftliche, kommunale und gemischte Rechtsformen (Loske/Schaeffer 2005). Öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Organisationsformen gibt es seit Jahrzehnten in der Wasserversorgung (BDEW 2011). Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) waren in 2011 in Deutschland 6.211 Betriebe und Unternehmen in der Wasserversorgung tätig (BDEW 2011). 

Herausforderung

Die netzgebundenen Infrastrukturen und komplexen Sektoren der Wasser- und Energieversorgung sind in hohem Maße vulnerabel im Kontext des Klimawandels und erfordern Anpassungsstrategien zur Steigerung der Resilienz dieser Systeme.

Unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement

In Relation zu den Nachhaltigkeitsherausforderungen an  die Wasserwirtschaft  ist das strategische Management der Versorgungsunternehmen gefordert, ökologische und soziale Herausforderungen in das ökonomische Management nachhaltig zu integrieren. Stakeholder können hier einen Einfluss auf organisationale nachhaltige Lernprozesse in den Versorgungsunternehmen der Wasserwirtschaft auslösen.

Transformationsforschung

Aus Perspektive der Transformationsforschung besitzen Visionen und Leitbilder eine zentrale Rolle. Die Dynamik von Veränderungsprozessen umfassen neben gesellschaftlichen Innovationen insbesondere auch technische Innovationen, die von sozialen Innovationen flankiert werden. Klimaentwicklungen in einem aquatischen Ökosystem erfordern hier adäquate Unternehmensstrategien zur Reduzierung negativer Umwelteinflüsse. So können beispielsweise Wasserversorgungsunternehmen mit einem hohen Energieaufwand durch nachhaltiges Energiebeschaffungsmanagement (und energieeffiziente Wertschöpfungsprozesse) strukturpolitisch agieren und Anpassungsstrategien zum Klimawandel entwickeln.

Akteure

Ansatz

Wir setzen uns mit den Themen einer nachhaltigen Wasserversorgungswirtschaft auseinander und suchen nach innovativen Lösungen.

Kooperation

Wir arbeiten mit interessierten Persönlichkeiten und Akteuren der Wasserwirtschaft aus Forschung und Praxis zusammen und kooperieren mit Hochschulen und Universitäten.


Dr. Thomas Pieper
MBA Sustainability Management
Founder aqua sustainament
Senior Researcher

Tassilo Thebe BA
Umwelt- und Bioressourcenmanagement
Junior Researcher

Vivian Clausen BA
CCM Communication Culture & Management
Junior Researcher

Adrian ter Hell BA
SPE Sociology Politics & Economics
Junior Reseracher